Aktuelles aus dem Gemeindeleben

Einführung Prof. Dr. Ulf Culemann und Marianne Neuhaus-KleinekeIn Corona-Zeiten haben wir die Gottesdienste musikalisch erheblich aufgewertet. Zahlreiche professionelle Künstler/Künstlerinnen waren bei uns zu Gast. Die Bilder auf dieser Seite wurden am Sonntag, 23. Mai 2021, aufgenommen, als Prof. Dr. Ulf Culemann als neuer Presbyter und Marianne Neuhaus-Kleineke als neue Gemeindevertreterin eingeführt wurden (Foto oben).

 

Anna und Tatiana ErofeevaAnna (Klavier) und Tatiana (Geige) Erofeeva.

 

Matan David (Klarinette) zusammen mit Rainer Westermann (Orgel)Das Bild rechts zeigt Matan David (Klarinette) zusammen mit Rainer Westermann (Orgel). Matan David verstärkt seit diesem Sommer auch die Riege unserer Organisten/Organistinnen.

 

Trinitatis 2021

Trinitatis, das Dreieinigkeitsfest am ersten Sonntag nach Pfingsten

Um Trinitatis, das Dreieinigkeitsfest am ersten Sonntag nach Pfingsten, gebührend zu feiern, fand am 30. Mai 2021 auf dem Außengelände der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) am Wederweg ein gut besuchter ökumenischer Open-Air-Gottesdienst statt. Eine bemerkenswerte Predigt hielt Pater Thomas Marx von der katholischen Gemeinde.

Dr. Peter Söllner und Pastor Dr. Andreas FlickDas Foto links zeigt Pastor Dr. Peter Söllner von der Concordia-
Gemeinde und Pastor Dr. Andreas Flick von der Evangelisch-
reformierten Gemeinde.

 

Konfirmandenfreizeit 2021

Die diesjährige Konfirmandenfreizeit führte Anfang Juli wieder nach Bad Karlshafen/Beverungen, wo wir herrliches Wetter hatten. Thematisch stand sie unter dem Thema Taufe & Konfirmation. Zum
umfassenden Rahmenprogramm zählten neben einem Besuch des Deutschen Hugenotten-Museums auch eine Stadtrallye durch Bad Karlshafen, ein Minigolf-Turnier, eine Bootsfahrt auf der Weser und der Besuch der Sole-Therme in Bad Karlshafen. Die Fotos zeigen die kleine vierköpfige Konfirmandengruppe zusammen mit der Begleiterin Uta Flick.
(Fotos Andreas Flick)

Der Bücherflohmarkt im Gemeindehaus, eine kleine Erfolgsgeschichte

Der Bücherflohmarkt im Gemeindehaus

Seit etlichen Jahren existiert bei uns im Gemeindehaus der kleine Bücherflohmarkt. Zwei Regale und ein Tisch im Kindergottesdienst-Raum sowie ein Tisch im Foyer des Gemeindehauses präsentieren zahlreiche Bücher zu den unterschiedlichsten Themen. Die Krimis finden dabei am schnellsten ihre Käufer. Doch auch so manche bibliophile Rarität hat schon ihren Liebhaber gefunden. Gegen eine freiwillige Spende von einem Euro zugunsten der Diakonie unserer Gemeinde kann jedes Buch mitgenommen werden. Wir freuen uns auf ihren Besuch.

 

Die vier Waisenkinder Wittig

Aus der Gemeindegeschichte

Wie groß die christliche Solidarität innerhalb unserer Kirchengemeinde war, zeigt das Schicksal der vier Kinder des reformierten Ehepaares Wittig, das aus der Pfalz stammte. Der Vater, der im Celler Regiment des Oberst von Freudemann als Soldat seinen Dienst verrichtete, war in Brabant gefallen. Durch den Tod der Mutter im Jahre 1749 wurden die vier Kinder zu Vollwaisen. Damit sie nicht betteln gehen mussten, organisierte Pastor Johann Georg Kühner von der Deutsch-reformierten Gemeinde in Celle zusammen mit den Kirchenvorstehern (Presbytern) eine Hilfsaktion. Auch wollte man die Kinder „in Gottesfurcht erziehen und unterweisen lassen“. Da die üblichen Erträge aus der „Armen Büchse“ nicht ausreichten, beschloss man eine eigene Sammlung für die Kinder, die von 1750 bis 1759 durchgeführt wurde.
Etliche Gemeindeglieder verpflichteten sich zu einer regelmäßigen Unterstützung. Manchmal fand sich unter den Spenden auch eine stattliche Summe, wie z. B. die des 88-jährigen General de Cheusses in Höhe von zehn Talern.
Die älteste Tochter der Wittigs, Maria Margaretha (16 Jahre alt), stand zunächst bei zwei Gemeindegliedern und Pastor Kühner in Dienst. Letzterer nahm sie bei seinem Wechsel von Celle mit nach Altona. Die zweitälteste Tochter, Anna Sabina (15 Jahre alt), kam in den Dienst beim Kirchenvorsteher Oberförster Carl Ludwig Wissel und die beiden Jüngsten, Juliane Philippine (9 Jahre alt) und Julius Wilhelm (7 Jahre alt), wurden auf Gemeindekosten zunächst bei der Soldatenfrau Hollten, „hinter dem Wall wohnhaft“, aufgezogen. Später wechselten sie zum Vorsänger der Deutsch-reformierten Gemeinde, dem Schneider Schröder. Dabei sorgte die Gemeinde nicht nur für den Unterhalt der beiden Kinder, sondern kümmerte sich auch um eine Schulausbildung sowie um eine Lehre für den Jungen.
Die hier kurz skizzierte Geschichte der vier Waisenkinder der Familie Wittig zeigt, wie groß die Solidarität der Gemeindeglieder untereinander in einer Zeit war, als es noch kein staatliches Netz gab, in dem Menschen aufgefangen wurden.
Andreas Flick