Der Bibeltextomat

Der BibeltextomatSabine Homann zieht am Pfingstsonntag das erste Kärtchen aus dem Bibeltextomat.


Gesehen habe ich ihn erstmals in der Kirche St. Marien zu Osnabrück: den „Bibeltextomat“, ein blauer Aufsteller mit kleinem gelben Kartenspender.
Beim Betreten oder Verlassen der Kirche werden die Besucher eingeladen, sich kostenlos Kärtchen in Scheckkartengröße mit Bibeltexten zu ziehen. Auf der einen Seite ist ein Bibelwort auf Deutsch und auf der anderen Seite auf Englisch abgedruckt. „Bibel zum Mitnehmen“ und „Bible to go“ ist auf dem rund 1,5 Meter hohen „Bibeltextomaten“ zu lesen, der von der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart entwickelt wurde. 200 Bibelverskarten mit verschiedenen Versen gibt es, jeweils 100 stammen aus dem Alten und 100 aus dem Neuen Testament. Einen Einfluss, welches Kärtchen man erhält, hat der Nutzer indes nicht: Die Verse werden nach dem Zufallsprinzip aus den Automaten gezogen. Der „Bibeltextomat“ ermöglicht es, Menschen einen positiven Impuls aus der Bibel mit in ihren Alltag zu geben.
Ein im Alltag zufällig ausgewählter Bibelvers kann große Wirkung haben: Inspiration für energielose Tage, Ermutigung in schweren Zeiten oder ein Perspektivwechsel.
Vielleicht macht der Vers aber auch neugierig. Dann gibt er den Impuls, tiefer in die Bibel einzusteigen.
Ich war von dieser Erfindung begeistert. So haben wir für unsere Evangelischreformierte Kirche in Celle ebenfalls einen großen „Bibeltextomaten“ angeschafft. Am Pfingstsonntag wurde er eingeweiht. Bei den Gottesdienstbesuchern stieß diese Innovation sofort auf sehr positive Resonanz. Ich hoffe nun, dass die Celler Kirchenbesucher sich ebenso eifrig der Bibelkärtchen bedienen wie die in Osnabrück.
Andreas Flick

Insektenfreundliche Kirchengemeinde

Insektenfreundliche KirchengemeindeLeoni Schulten, die neu gewählte Jugendvertreterin des X. Synodalverbandes der Evangelisch-reformierten Landeskirche, berichtete in der Sitzung der Vereinigten Gemeindeorgane unserer Gemeinde Ende 2019 von der Landesjugendkonferenz in Oberwaiz (Bayern). Dort waren vorwiegend ökologische Themen behandelt worden.
Begleitet wurde sie von der zweiten Jugendvertreterin aus unserer Gemeinde Johanna Jung. Leoni war für sie selbst überraschend zur Jugendvertreterin des X. Synodalverbandes gewählt worden.
Thema in Oberwaiz war dieses Mal unter anderem der Klimawandel, Klimagerechtigkeit und wie wir den Klimaschutz in unserer Gesamtkirche und in unsere alltägliche Arbeit integrieren können. Auch wurde eine Checkliste für die Kirchengemeinden erstellt.
Insektenfreundliche KirchengemeindeDabei schnitt die Celler Gemeinde recht gut ab. Doch gibt es auch bei uns noch viel zu tun.
So wurde beschlossen, auch auf unserem Kirchengelände fortan noch mehr insektenfreundlichere Blumen anzupflanzen. Diesbezüglich war ja bereits einiges im Rahmen der umfassenden Neugestaltung des Außengeländes geschehen. Auch dem traurigen Hummelsterben sollte Einhalt geboten werden, das alljährlich unter der Silberlinde auf dem Kirchhof zu beobachten war. Die angelockten Hummeln waren schlichtweg verhungert, weil sie keine geeigneten Blumen zur Nahrungsaufnahme finden konnten.
Die Blumenkübel vor der Kirche wurden nun ebenso neu bepflanzt wie der Boden um die Silberlinde herum und der Bereich hinter dem Gemeindebüro. Auch wurde auf der Rückseite des Pfarrhauses von Leoni für die Gemeindejugend ein Beet eingerichtet, auf dem unter ökologischen Bedingungen Pflanzen aufwachsen (siehe Foto links). Auch die Schnecken freuen sich.

Leoni Schulten & Andreas Flick

Gottesdienst in Coronazeiten

Gottesdienst in CoronazeitenAb dem 15. März 2020 galt auch für alle Kirchengemeinden im Bundesland Niedersachsen infolge der Corona-Pandemie das Lockdown. Fast zwei Monate lang durften keine Gottesdienste mehr gefeiert werden.
Erst am 10. Mai öffnete sich wieder die Kirchentür zu einem Sonntagsgottesdienst, wobei es zahlreiche Auflagen der niedersächsischen Landesregierung zu beachten galt. So mussten die Gottesdienstbesucher Abstand halten (siehe Foto links), Desinfektionsmittel mussten vorhanden sein und der gemeinsame Gemeindegesang war ohne Mundschutz untersagt. Die Besucherzahl war zudem begrenzt.
Um der Nachwelt ein Zeitdokument aus der Zeit der Corona-Krise zu überliefern, haben wir beim ersten Gottesdienst ein Foto aufgenommen, das die Gottesdienstteilnehmer mit Masken zeigt (siehe unten). Auch wenn die Besucherzahlen noch deutlich unter der in der Vor-Corona-Zeit liegen, so ist es doch begrüßenswert, dass wir sonntags wieder zum Gottesdienst zusammenkommen können. Leider mussten wir auf das beliebte Gemeindecafé im Anschluss an den Gottesdienst verzichten, doch sind wir optimistisch, dass es ebenso wie die Gemeindekreise nach den Sommerferien wieder starten kann.

 

Gottesdienst in Coronazeiten

Gedenken am 8. Mai 2020

Ein Newsletter der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen

 

Die Bevollmächtigten OLKR Kerstin Gäfgen-Track und OLKR Andrea Radtke schreiben im Newsletter der Konföderation zum 8. Mai 2020:

Mit dem 8. Mai 1945 sind für Menschen sehr unterschiedliche Erinnerungen verknüpft: Befreiung aus der Gefangenschaft in Konzentrationslagern oder von der Zwangsarbeit, Ende der Kampfhandlungen auf den unendlich vielen Schlachtfeldern und der Bombennächte, Flucht, Hunger und Heimatlosigkeit, aber auch Gelegenheit zum offenen Reden nach langem Schweigen, vorsichtige Hoffnung auf Frieden und Erleichterung, das eigene Leben behalten zu haben.

Der 8. Mai markiert mit dem Kriegsende auch den Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Schwer wiegt gerade an diesem Tag die Erinnerung an Tod und Grauen, das unsere Urgroßeltern, Großeltern und Eltern über Europa und die ganze Welt brachten. Mehr als 60 Millionen Tote. Es gibt auch nach 75 Jahren viele Familien weltweit, die heute an Opfer des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges gedenken.

Die Erinnerung an diesem Tag ist nicht allein vom unvorstellbaren Leid geprägt, sondern zugleich auch von der Dankbarkeit, dass aus dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Neuanfang möglich wurde, zögerlich und zunächst geprägt von Hunger und Entbehrungen in den ersten Nachkriegsjahren. In vielen Familien werden Geschichten wach von Zigaretten, Kaugummi und Schokolade, die die früheren Feinde verschenkten, von Ärzten der Siegermächte, die die Verwundeten behandelten und Soldaten, die Kindern halfen, nach ihren Eltern zu suchen.

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Die from...-App

Die from...AppKürzlich erreichte unsere Kirchengemeinde folgende Mitteilung des Generalsekretärs des Reformierten Bundes, die wir gern an Sie weiterleiten:
Wer eine schwere Krankheit, einen kritischen Aufenthalt im Spital, eine andauernde Depression erlebt hat, weiß es aus eigener Erfahrung: Man kann in Situationen geraten, in denen die Kraft für einen Roman oder ein Konzert, die Ausdauer für eine Predigt oder Diskussion, die Gelassenheit für Erhabenes und Vertieftes fehlen. Keine Frage des Willens oder Interesses ist dies, sondern schlicht die Wirklichkeit, nur kleine Schritte tun und nur wenige Portionen verdauen zu können. Heute besitzt nahezu jeder Mensch ein Smartphone, und nahezu alle haben es immer zur Hand. Es ermöglicht, auch in immobilen Lagen verbunden zu bleiben oder in Situationen der Isolation kommunizieren zu können.
Seit 2017 unterhalten der Reformierte Bund in Deutschland und die Reformierte Kirche Zürich gemeinsam die App "from…". Ursprünglich entwickelt für die Jahre 2017-2019 des  Reformationsgedenkens wird sie weitergeführt, nachdem es zu rund 3.000 Downloads und rund 1700 regelmäßigen Aufrufen gekommen ist. Es hat sich eine Internet Community gebildet, von Leuten, die sich täglich auf die acht Rubriken freuen: BILD, BIBEL, PSALM, FRAGE, CHRONIK, GEBET, IMPULS, PROVOKATION. Fünf von ihnen bieten täglich eine neue Portion, drei wöchentlich.
Anliegen der Trägerinnen ist es, reformierte Weisen, from(m) zu sein, zu erinnern, zu pflegen, zu erneuern. Gerade sammeln wir Stoffe für 2021, und zunehmend beteiligen sich Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere mit Gebeten.
Die App "from…" ist kostenlos und online via www.fromapp.org oder über die einschlägigen Stores im Netz herunterzuladen. Analoges Werbematerial kann beim Reformierten Bund in Hannover oder bei der Abteilung Kommunikation der Zürcher Kirche bezogen werden. Gern lassen Mitglieder des Trägerkreises sich zu einem Tagesordnungspunkt bzw. Traktandum in eine reguläre Seelsorgekonferenz einladen, um die App dort vorzustellen.
Pfarrer Dr. Achim Detmers, Generalsekretär des Reformierten Bundes
Calvin-Zentrum, Knochenhauerstraße 42, D-30159 Hannover,
Telefon: 0511-47399374 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! /
www.fromapp.org