Hagia Sophia in Istanbul
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Lieber Herr Flick,

sie gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten weltweit: die Hagia Sophia in Istanbul. Das prächtige Gebäude entstand vor langer Zeit als christliche Kirche, die ab 1453 als Moschee, dann ab 1935 als Museum genutzt wurde. Nun macht der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan daraus wieder ein Moschee. Am morgigen Freitag, den 24. Juli, findet das erste islamisches Gebet in dem Kuppelbau mit rund 2.000 Gläubigen statt. Dazu lässt Erdogan die christlichen Darstellungen von u.a. Maria und Jesus mit Vorhängen während der Gebete verhüllen. Wir bedauern die Entscheidung des obersten Verwaltungsgerichts der Republik Türkei, die Rückumwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee zu erlauben! Christliche Minderheiten im Nahen Osten empfinden das Vorhaben als Angriff auf ihre religiösen Rechte und als hinderlich für das friedliche Miteinander. Sie sind zusätzlich von den zögerlichen Reaktionen westlicher Regierungen und Kirchen auf diese aggressive Islamisierungspolitik enttäuscht.
Deshalb fordern wir die deutsche Bundesregierung auf, ihr Schweigen gegenüber Erdogans Politik endlich zu brechen: Angela Merkel und Heiko Maas müssen die Instrumentalisierung des Islam durch Erdogan offen kritisieren!

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