FriedenspfahlDie Aktion bildete den Abschluss des von KulturTrif(f)t veranstalteten Projekts „Mandalas für den Frieden“ am 20. September. Der Friedenspfahl wurde von Pastor Dr. Söllner als Vertreter der Celler Ökumene seiner Bestimmung übergeben.

Friede, für den der auf dem Titel abgebildete Friedenspfahl an einer der stärksten befahrenen Kreuzungen Celles wirbt, ist in der Bibel ein zentraler Begriff. Und das nicht nur in der Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums, dem der oben
stehende Bibelvers entnommen ist. Gesprochen wird er dort von den himmlischen Heerscharen über den Hirtenfeldern zu Bethlehem. Das hebräische Wort„schalom“ [ םולש ] hat im Alten Testament einen viel größeren Bedeutungsumfang als das deutsche Wort „Frieden“. Es steht auf Hebräisch auch auf dem Friedenpfahl. So meint Schalom nicht etwa nur die Abwesenheit von Krieg, sondern einen Zustand allgemeinen Wohlergehens und des Heils, in dem es Mensch und Natur gut geht, in dem Sicherheit und Ordnung herrschen und Schwache Unterstützung finden. Friede ist nur denkbar, wenn auch Gerechtigkeit herrscht. Alles andere wäre ein fauler und falscher Friede. Man würde sich selbst etwas vormachen. Unser deutsches Wort „Friede“ erfasst also nur einen kleinen Einzelaspekt, einen Ausschnitt dessen, was die Bibel unter „Friede“ versteht. Ohne Gott kann er nicht verwirklicht werden. Noch heute begrüßen sich die Juden mit „Schalom“ und die Araber mit „Salam aleikum“. Wer das spricht, sollte um die Friedlosigkeit in dieser Welt wissen und Gegner jeglicher Gewalt sein.

 

 Der Friedenspfahl wurde von Pastor Dr. Söllner als Vertreter der Celler Ökumene seiner Bestimmung übergeben.r